Geschichte

Hofmeister Viehhandel - HistorieIm Jahre 1954 entschloss sich Ludwig Hofmeister, junger ausgebildeter Landwirt, damals noch wohnhaft in Parnkofen, den Viehhandel als Gewerbe anzumelden. Anfänglich nur ausgestattet mit einem PKW und einem kleinen Viehanhänger machte er sich im Altlandkreis Landau als Viehhändler bekannt und beliebt. Er kaufte überwiegend Großvieh und Schweine.

In den sechziger Jahren wurde das Großvieh noch zu den Lebendviehmärkten nach München, Wiesbaden, ja sogar bis nach Frankfurt in Eisenbahnwaggons verladen. Als erster Viehkaufmann im Landkreis importierte er holländische Schweine zur Zucht. Aus dem Münsterland kaufte er schwarzbunte Milchkühe.

Hofmeister Viehhandel - HistorieIm Jahre 1962 heiratete Ludwig Hofmeister dei Landwirtstochter Hermine Bachmaier, wohnhaft in Bubach, und verlegte den Firmensitz nach Bubach. Sie übernahmen das landwirtschaftliche Anwesen der Schwiegermutter, und mit großem Fleiss und Arbeitseinsatz erneuerten sie im Laufe der Jahre alle bestehenden Altgebäude.

Der Kreis der zufriedenen Kunden wurde immer größer, und es wurde im Jahre 1965 der erste LKW angeschafft. Es war ein roter Mercedes mit einer Transportkapazität von drei Stück Großvieh.

In den siebziger Jahren wurde ein zweiter Lastwagen angeschafft, um von nun an selbst die Tiere zum Schlachthof zu befördern, nicht mehr zum Lebendviehmarkt, sondern zur Geschlachtet-Vermarktung. Es wurden den Landwirten auch Kälber zur Zucht und Mast angeboten.

Nach der Schulentlassung 1979 wird die Tochter Martina als Bürokauffrau im Betrieb ausgebildet. Einige Jahre später wurde die Verwaltung auf EDV umgestellt.

Hofmeister Viehhandel - HistorieIm Jahre 1989 wurde der Entschluss gefasst, eine GmbH zu gründen. Hiermit wollte der Firmenchef auch seine Tochter und seinen Schwiegersohn in die Firma integrieren. Mit Unterstützung seines Schwiegersohnes werden nun auch Geschäfte in den neuen Bundesländern getätigt. Ein LKW mit Hubboden und Doppelstock mit Anhänger werden angeschafft.

Der ‚Hofmeister Wigg‘, wie er von allen seinen Landwirten, Kunden und Geschäftsfreunden genannt wurde, war weit über alle Landkreisgrenzen hinaus bekannt, geschätzt und beliebt. Als Kreisobmann des Vieh- und Fleischhandelsverbandes hatte er sich hohes Ansehen erworben.

Leider viel zu früh ist er im Alter von nur 64 Jahren, am 23. April 1996 an den Folgen eines Herzinfarkts verstorben. Er hat das Unternehmen mit seiner Ehefrau Hermine auf- und ausgebaut und sich großen Dank und Anerkennung verdient.

Ab 1. Juli 1996 wird der Betrieb von seiner Tochter Martina und dem Schwiegersohn Bernd, beide Geschäftsführer, übernommen und weitergeführt. Mit der Treue und Zufriedenheit unserer zahlreichen Stammkunden konnte sich auch die neue Geschäftsleitung erfolgreich behaupten. Zusätzlich wurde der Fuhrpark zum größten Teil erneuert.

Unser Betrieb hat Dank seiner langjährigen, zuverlässigen Mitarbeiter einiges zu bieten: Es heißt doch immer so schön: „Ein Unternehmen zeichnet sich durch seine Mitarbeiter aus!“

Unsere Stärken bei Schlachtvieh: die Tiere werden ohne große Wartezeiten umgehend abgeholt.

Unsere Stärken bei Schweinen: durch eine breite Palette von Abnehmern – vom Metzger bis hin zum mittelständischen Schlachtbetrieb – zahlen wir beste Preise an unsere Landwirte. Wir beliefern unsere Schweinemäster mit Qualitätsferkeln.

Unsere Stärken bei Nutzvieh: wir vermarkten jede Woche beste Qualitätskälber aus dem Bayerischen Wald, und beliefern unsere Bullenmäster mit Qualitätsfressern aus unserer Region.

Hofmeister Viehhandel - Historie Hofmeister Viehhandel - Historie Hofmeister Viehhandel - Historie

Im Oktober 1997 wird ein neuer Geschäftszweig gegründet. Um die Leistungsfähigkeit un den Service unseres Unternehmens zu verbessern, begannen wir mit der Schlachtung von Altsauen und Altebern zur Vermarktung als Produkt ‚Fleisch‘. Der Schlachthof in Passau, verkehrsgünstig und zentral gelegen, übernahm die Lohnschlachtung für uns.

Die stetig ansteigenden Schlachtzahlen von anfänglich 40 Stück wöchentlich bis momentan 400-500 Stück wöchentlich bestätigen den großen Erfolg dieses Geschäftszweiges. Die Altsau, das sogenannte ‚Abfallprodukt der Schweinezucht‘ hat nun wieder einen hohen Stellenwert erhalten.

Die Schlachtung, den Service und die Zuverlässigkeit des Schlachthofes in Passau wissen wir sehr zu schätzen. Auch möchte ich mich bei allen Passauer Lieferanten herzlich für die gute und reibungslose Zusammenarbeit bedanken.

Neue Halle des Hofmeister ViehhandelsEin Jahr später 1998 wird der bestehende Kuhstall abgetragen und abgerissen und es entsteht eine neue gewerblich genutzte Halle für die Reinigung und Desinfektion unserer Fahrzeuge. Es entsteht ein Stall zur Unterbringung von Tieren, und eine Werkstatt für die Fahrzeuge, sowie ein großer 5000 Liter Dieseltank für unsere Fahrzeuge. Die Halle können wir heizen. Das war ein großer Vorteil, wir können die LKWs zu jeder Zeit auch im Winter waschen, reinigen und desinfizieren. Die Halle wurde im Sommer 1999 offiziell eingeweiht und mit den Fahrzeugen gesegnet. Ein Hoffest wurde organisiert und gefeiert.

Hygiene wird bei uns groß geschriebenAls die Halle fertig war, bemühten wir uns, beim Veterinäramt eine Sammelstelle zu beantragen. Wir mussten viele Voraussetzungen erfüllen, doch Dr. Mauerer hat uns im Anschluss im Jahre 2001 die Sammelstelle offiziell als EU-Sammelstelle genehmigt. Der Schweine-Export nach Österreich wird vorangetrieben. Die Tiere werden auf der Sammelstelle abgefertigt, und durften dann weiter transportiert werden. Hygiene wird bei uns großgeschrieben. Die LKWs werden nach jeder Tour gemistet und gewaschen. Somit können wir jeden Landwirt zusichern, daß wir mit einem sauberen Fahrzeug zu ihm zum Verladen kommen.

2001 – MKS in England. Dank unserer Sammelstelle dürfen wir Schlachttiere sammeln und dann weiter zum Schlachthof verbringen – das war unser Glück. Die Tiere wurden einzeln gesammelt, für jedes einzelne Tier brauchte man einen Transportauftrag vom Veterinäramt genehmigt, das war ein Aufwand! Damals gingen die Tiere fünf Mal in der Woche zu Müller-Fleisch nach Birkenfeld.

In den folgenden Jahren nehmen die schweinehaltenden Betriebe immer mehr zu, und wir haben sehr viele Schlachtschweine zu vermarkten. Auch die Schlachtung von Altsauen am Schlachtbetrieb in Passau wird forciert und ausgebaut.

2003 werden die bestehenden Garagen umgebaut. Es entsteht ein neues, helles und geräumiges Büro, das für ein angenehmes Betriebsklima sorgt.

LKWs des Hofmeister Viehhandels2004 und 2005 werden weitere Lastzüge gekauft und von der Firma Finkl aufgebaut. Jedes Fahrzeug kann bis zu 190 Stück Mastschweine oder 30 Stück Großvieh laden. Es wird weiterhin junges Personal eingestellt um die Tiere vermarkten zu können. Hinzu kommt auch, das die Schweinemastbetriebe mit Nutzferkel bedient werden. Der Schweine-Export ins benachbarte Österreich nimmt ständig zu.


Ab Februar 2007 zählt nun auch ein Sattelzug zu unserem Fuhrpark. Unser Fuhrpark zählt im Moment sechs LKWs, eine schöne Palette, in jeder Größe und für jeden Bedarf ist was dabei. Die vier großen LKWs sind mit einem Drei-Stock-Anhänger ausgestattet. Wir freuen uns über unseren guten Betriebserfolg und arbeiten mit viel Herzblut weiter.

Von nun an sind wir Stolz darauf, leistungsfähig und schlagkräftig ausgestattet zu sein. Sowohl im Fuhrpark, als auch in der Administration. Anfragen zur Viehvermarktung kommen von internationalen Kunden. Sogar nach Russland liefern wir Rinder und Schweine, zum Aufbau deren Agrarbetriebe.

ZDF 37° Dokumentation über den Betrieb, dem wir beim übersiedeln von Deutschland nach Russland geholfen haben.


Wir können dem Schweinemastbetrieb neben dem bayerischen Ferkeln, nun auch größere Partien aus einem Herkunftsbetrieb anbieten. Die Ferkel sind gesund und frohwüchsig und werden hier gut und gerne eingestellt. Größere Stückzahlen kommen auch von Norddeutschland oder vom benachbarten Holland.

Daniel BaumannIm Jahr 2014 bekommen wir wieder einen Neuzugang, das heißt der Sohn Daniel Baumann hat sein Studium als Landwirt mit Bachelor abgeschlossen, und steigt in unser Unternehmen

mit ein. Ein junger, engagierter Landwirt mit Fachkenntnissen wird nun den Betrieb unterstützen. Ich bin stolz darauf, daß er soviel Einsatzbereitschaft zeigt und er zum späteren Zeitpunkt auch den Betrieb übernehmen wird.

Ich bin stolz darauf 35 Jahre in diesem Betrieb mitgewirkt zu haben, ich durfte mitarbeiten, mitgestalten und darf auf eine Firmengeschichte zurückblicken, die mit vielen Höhen und Tiefen auch die Erzeugergemeinschaften und Mitbewerber überlebt hat – und heute ein leistungsfähiger und zukunftsorientierter Betrieb für unsere Schlachtbetriebe – sowie für unsere Landwirte darstellt.

Wir sind ein freier Viehhandelsbetrieb

Das heißt ein Partner und Bindeglied zwischen Schlachtbetrieb und Landwirt. Wir sind ein moderner Dienstleistungsbetrieb für alle Beteiligten ob Schlachtbetrieb, Metzger oder Landwirt.

Der Betrieb ist für die Zukunft gerüstet und zeichnet sich besonders, durch seine hohe Zuverlässigkeit und Zahlungssicherheit aus. Wir können die Tiere in der Region vermarkten – und auch in die benachbarten EU-Länder exportieren. Der Landwirt kann selbst entscheiden – wohin die Tiere gehen sollen.

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Unsere Mitarbeiter und Fahrer möchten, dass Ihre Tiere wohlbehalten an den gewünschten Bestimmungsort ankommen.

Deshalb sind sie nicht nur vertraut mit der Bedienung unserer neuen modernen LKWs, sondern besonders im Umgang mit den Tieren ausgebildet. Sie verfügen über einen Befähigungsnachweis für Tiertransporte und die entsprechende Sachkunde, die nach der Viehverkehrsverordnung gefordert wird. Laufende Schulungen und die Einhaltung hygienischer Vorschriften über den Standard hinaus sind wichtiger Bestandteil ihrer Tätigkeit.

Ich bin Ihnen auch dankbar dafür, daß Sie mich in den Jahren 2010 bis 2013 in schwierigen Zeiten immer voll unterstützt haben.

Deshalb geht ein besonderes Dankeschön an alle meine Mitarbeiter!

Heute feiern wir unser 60 Jähriges Betriebsjubiläum zum Dank und als Anerkennung an meine Eltern, und besonders an meinen Vater, der uns eine Existenz hinterlassen hat, die für die weitere Generation als leistungsfähiger Betrieb für die Zukunft gerüstet ist.

Schweinchen